Pluribus-Bibliothek

Von Workshop bis zur Einzelübung: alles, was du brauchst, um Teams weiterzuentwickeln

101 Einträge

Ganze Workshop-Abläufe, Methoden für einzelne Arbeitsschritte und Facilitation, die einen Termin trägt.

Art
Phase im Workshop
Themenfelder
Workshop-Ablauf

Working Agreements Workshop

Workshop zur gemeinsamen Erarbeitung verbindlicher Spielregeln für die Zusammenarbeit im Team. Working Agreements sind explizite Vereinbarungen darüber, wie das Team miteinander arbeiten will, von Kommunikationsregeln über Meeting-Etikette bis zu Code-Standards. Sie verhindern damit die häufigste Quelle von Teamkonflikten: unterschiedliche, nie ausgesprochene Annahmen darüber, wie Dinge laufen sollten. Der entscheidende Unterschied zu „aufgeschriebenen Regeln“: Working Agreements werden vom Team selbst erarbeitet und regelmäßig überprüft. Das erzeugt Ownership, denn wer die Regel mitgestaltet hat, hält sie eher ein. Gute Working Agreements sind konkret und beobachtbar: Nicht „Wir kommunizieren besser“, sondern „Blocker werden innerhalb von 2 Stunden im Team-Channel gepostet.“ Sie sind positiv formuliert: Nicht „Wir kommen nicht zu spät“, sondern „Meetings starten pünktlich, auch wenn nicht alle da sind.“ Typische Kategorien sind Meetings, Kommunikation, Code/Arbeit und Zusammenarbeit. Meetings: Pünktlichkeit, Handyregeln, Kamera an/aus bei Remote-Calls. Kommunikation: Antwortzeiten, Kanäle (wann Slack, wann E-Mail, wann persönlich), Erreichbarkeit. Code/Arbeit: Review-Zeiten, Definition of Done, Branch-Strategie. Zusammenarbeit: Entscheidungsmethoden, Feedback-Rhythmus, Umgang mit Konflikten. Weniger ist mehr: Nur Agreements aufnehmen, zu denen es tatsächlich unterschiedliche Erwartungen gibt. „Wir halten Deadlines ein“ ist trivial. „Wer eine Deadline nicht einhalten kann, informiert das Team 48 Stunden vorher“ ist ein echtes Agreement. Lebendes Dokument: Working Agreements sind nicht in Stein gemeißelt. Sie werden regelmäßig überprüft: Halten wir uns dran? Fehlt etwas? Ist etwas überflüssig? Ein nicht eingehaltenes Agreement ist entweder das falsche Agreement oder zeigt ein tieferes Problem.

Teamkultur & Zusammenarbeit Arbeitsweise & Prozesse Kommunikation & Feedback
60–90 Min
Workshop-Ablauf

Team-Canvas

Visuelles Framework, das die wichtigsten Aspekte einer Teamkultur auf einer einzigen Seite erfasst: Warum existieren wir als Team? Was sind unsere Werte? Was erwarten wir voneinander? Das Team-Canvas basiert auf dem Business Model Canvas und wurde von Alex Ivanov und Mitya Voloshchuk speziell für Teams entwickelt. Zweck & Ziele: Warum gibt es dieses Team? Was wollen wir gemeinsam erreichen? Die Unterscheidung zwischen dem übergeordneten Zweck (Purpose) und den konkreten Zielen (Goals) ist entscheidend: Der Zweck gibt Richtung, die Ziele machen ihn messbar. Werte: Was ist uns im Umgang miteinander wichtig? Nicht die Werte, die an der Firmenwand hängen, sondern die gelebten Werte. Beispiel: „Wir schätzen Direktheit über Harmonie“ oder „Wir schützen Deep-Work-Zeiten.“ Weniger ist mehr: 3–5 Werte, die wirklich gelten. Rollen & Stärken: Wer bringt welche Stärken ein? Welche Rollen gibt es im Team (formal und informal)? Was kann jede:r besonders gut? Diese Sichtbarkeit verhindert, dass Stärken brachliegen und alle dasselbe machen. Regeln & Normen: Wie arbeiten wir zusammen? Konkrete Vereinbarungen: Wie gehen wir mit Konflikten um? Wann sind wir erreichbar? Wie geben wir Feedback? Wie treffen wir Entscheidungen? Je konkreter, desto weniger Missverständnisse. Aktivitäten & Rituale: Was tun wir regelmäßig, um unsere Kultur zu pflegen? Standups, Teamlunches, Retrospektiven, Feiern von Erfolgen. Rituale sind der Klebstoff, der eine Teamkultur zusammenhält. Das Canvas macht implizite Annahmen sichtbar: Oft glauben Teammitglieder, dieselben Ziele zu verfolgen, bis sie das Canvas ausfüllen und feststellen, dass ihre Vorstellungen weit auseinanderliegen. Das Canvas wird idealerweise beim Teamstart gemeinsam erarbeitet und alle 3–6 Monate aktualisiert. Es hängt sichtbar im Teamraum, als lebendiges Dokument, nicht als einmalige Übung.

Teamkultur & Zusammenarbeit Ziele & Orientierung Rollen & Verantwortung
90–120 Min