Drei Schritte, die ineinandergreifen.
Verstehen
Mit einer Team-Umfrage, etwa für die Retrospektive oder einen Health Check, seht ihr, wo euer Team gerade steht. Die KI-Analyse zeigt, was auffällt und wo es sich lohnt, genauer hinzusehen.
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Die Bibliothek sammelt Methoden für Teams, Modelle und Workshop-Abläufe, jeweils mit Anleitung. Was sich in eurer eigenen Arbeit bewährt hat, haltet ihr als eigenen Eintrag fest.
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Neu Den nächsten Workshop plant ihr mit der KI-Assistenz. In der Durchführung helfen ein Zeitplan für den Raum und ein Begleiter auf dem Handy.
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Nach dem Workshop beginnt der Kreislauf von vorn: Die nächste Umfrage zeigt, was sich verändert hat.
Preise ansehenMethoden, Modelle und Abläufe, die sich in Teams bewährt haben.
101Einträge in 13 Themenfeldern, frei lesbar
Jeder Eintrag hat eine vollständige Anleitung: Ziel, Ablauf, Dauer und Material. Ihr findet Retrospektiven, Check-ins, Workshop-Abläufe und Modelle, die erklären, was in einem Team gerade passiert.
- Workshop-Ablauf · 45–60 Min
Sailboat Retrospective
Visuelle Retrospektive, bei der das Team als Segelschiff dargestellt wird. 4 Bereiche strukturieren die Reflexion: Der Wind steht für alles, was das Team vorantreibt: gute Zusammenarbeit, hilfreiche Tools, klare Prozesse. Der Anker symbolisiert, was das Team bremst: technische Schulden, unklare Zuständigkeiten, fehlende Ressourcen. Felsen unter der Wasseroberfläche sind versteckte Risiken, die noch nicht eingetreten sind, aber drohen. Die Insel am Horizont repräsentiert das gemeinsame Ziel. Durch die Metapher fällt es Teams leichter, auch schwierige Themen anzusprechen, weil sie über „das Schiff“ statt über einzelne Personen reden.
- Workshop-Ablauf · 90–120 Min
Team-Canvas
Visuelles Framework, das die wichtigsten Aspekte einer Teamkultur auf einer einzigen Seite erfasst: Warum existieren wir als Team? Was sind unsere Werte? Was erwarten wir voneinander? Das Team-Canvas basiert auf dem Business Model Canvas und wurde von Alex Ivanov und Mitya Voloshchuk speziell für Teams entwickelt. Zweck & Ziele: Warum gibt es dieses Team? Was wollen wir gemeinsam erreichen? Die Unterscheidung zwischen dem übergeordneten Zweck (Purpose) und den konkreten Zielen (Goals) ist entscheidend: Der Zweck gibt Richtung, die Ziele machen ihn messbar. Werte: Was ist uns im Umgang miteinander wichtig? Nicht die Werte, die an der Firmenwand hängen, sondern die gelebten Werte. Beispiel: „Wir schätzen Direktheit über Harmonie“ oder „Wir schützen Deep-Work-Zeiten.“ Weniger ist mehr: 3–5 Werte, die wirklich gelten. Rollen & Stärken: Wer bringt welche Stärken ein? Welche Rollen gibt es im Team (formal und informal)? Was kann jede:r besonders gut? Diese Sichtbarkeit verhindert, dass Stärken brachliegen und alle dasselbe machen. Regeln & Normen: Wie arbeiten wir zusammen? Konkrete Vereinbarungen: Wie gehen wir mit Konflikten um? Wann sind wir erreichbar? Wie geben wir Feedback? Wie treffen wir Entscheidungen? Je konkreter, desto weniger Missverständnisse. Aktivitäten & Rituale: Was tun wir regelmäßig, um unsere Kultur zu pflegen? Standups, Teamlunches, Retrospektiven, Feiern von Erfolgen. Rituale sind der Klebstoff, der eine Teamkultur zusammenhält. Das Canvas macht implizite Annahmen sichtbar: Oft glauben Teammitglieder, dieselben Ziele zu verfolgen, bis sie das Canvas ausfüllen und feststellen, dass ihre Vorstellungen weit auseinanderliegen. Das Canvas wird idealerweise beim Teamstart gemeinsam erarbeitet und alle 3–6 Monate aktualisiert. Es hängt sichtbar im Teamraum, als lebendiges Dokument, nicht als einmalige Übung.
- Modell · 90–180 Min
Konfliktstufen nach Glasl
Systematischer Ansatz zur Diagnose und Bearbeitung von Konflikten, basierend auf Friedrich Glasls 9-stufigem Eskalationsmodell. Das Modell unterscheidet 3 Hauptphasen mit je 3 Stufen und zeigt, wie Konflikte sich verschärfen und welche Interventionen auf jeder Stufe angemessen sind. Phase 1: Win-Win. Auf den ersten 3 Stufen ist eine gemeinsame Lösung noch möglich. Stufe 1 (Verhärtung): Standpunkte verhärten sich, Spannungen sind spürbar, aber Gespräche noch möglich. Stufe 2 (Debatte und Polemik): Schwarz-Weiß-Denken setzt ein, verbale Konfrontation, Überzeugungsversuche. Stufe 3 (Taten statt Worte): Kommunikation bricht ab, Empathie schwindet, vollendete Tatsachen werden geschaffen. Phase 2: Win-Lose. Eine Seite gewinnt auf Kosten der anderen. Stufe 4 (Images und Koalitionen): Stereotypen entstehen, Verbündete werden gesucht, es geht um Reputation. Stufe 5 (Gesichtsverlust): Öffentliche Bloßstellungen, moralische Disqualifizierung der Gegenseite. Stufe 6 (Drohstrategien): Ultimaten, Drohungen, der Handlungsspielraum verengt sich massiv. Phase 3: Lose-Lose. Beide Seiten nehmen Schaden in Kauf. Stufe 7 (Begrenzte Vernichtungsschläge): Schaden wird billigend in Kauf genommen, solange die Gegenseite mehr leidet. Stufe 8 (Zersplitterung): Ziel ist die Zerstörung der Gegenseite. Stufe 9 (Gemeinsam in den Abgrund): Selbstzerstörung wird akzeptiert, wenn die Gegenseite mitfällt. Die Methode hilft Facilitator:innen, die aktuelle Eskalationsstufe zu diagnostizieren und die passende Intervention zu wählen: Moderation (Stufen 1–3), Prozessbegleitung (Stufen 3–5), Mediation (Stufen 4–6), Schiedsverfahren (Stufen 5–7) oder Machteingriff (Stufen 6–9).
- Facilitation · 30–60 Min
Lean Coffee
Strukturiertes, aber agendaloses Diskussionsformat. Die Teilnehmenden bestimmen selbst, worüber gesprochen wird: Alle können Themen vorschlagen, die Gruppe priorisiert per Voting, diskutiert wird in festen Timeboxes mit demokratischer Verlängerung. Das Ergebnis: Meetings, in denen über das geredet wird, was die Gruppe wirklich interessiert, nicht über das, was jemand auf eine Agenda geschrieben hat. Lean Coffee nutzt ein einfaches Kanban-Board mit 3 Spalten: To Discuss (noch nicht besprochen), Discussing (gerade dran), Discussed (fertig). Die Methode funktioniert für jedes Thema: Team-Meetings, Wissensaustausch, Community-Treffen, 1:1-Gespräche.
- Facilitation · 12–15 Min
Liberating Structures: 1-2-4-All
Skalierbares Beteiligungsformat aus der Liberating-Structures-Sammlung. In 4 Stufen werden alle Stimmen einbezogen, auch die leiseren: Erst denkt jede Person allein nach (1), dann tauschen sich Paare aus (2), dann Vierergruppen (4), dann das Plenum (All). Der Clou: In jeder Runde wird das Beste der vorherigen verdichtet. So entstehen aus individuellen Gedanken gemeinsam getragene Ideen. Die Methode funktioniert mit 4 bis 100+ Personen gleich gut und braucht nur 12–15 Minuten. Sie ersetzt die typische „Hat jemand eine Frage?“-Situation, bei der sich nur 2–3 Personen melden.
- Workshop-Ablauf · 60–90 Min
Working Agreements Workshop
Workshop zur gemeinsamen Erarbeitung verbindlicher Spielregeln für die Zusammenarbeit im Team. Working Agreements sind explizite Vereinbarungen darüber, wie das Team miteinander arbeiten will, von Kommunikationsregeln über Meeting-Etikette bis zu Code-Standards. Sie verhindern damit die häufigste Quelle von Teamkonflikten: unterschiedliche, nie ausgesprochene Annahmen darüber, wie Dinge laufen sollten. Der entscheidende Unterschied zu „aufgeschriebenen Regeln“: Working Agreements werden vom Team selbst erarbeitet und regelmäßig überprüft. Das erzeugt Ownership, denn wer die Regel mitgestaltet hat, hält sie eher ein. Gute Working Agreements sind konkret und beobachtbar: Nicht „Wir kommunizieren besser“, sondern „Blocker werden innerhalb von 2 Stunden im Team-Channel gepostet.“ Sie sind positiv formuliert: Nicht „Wir kommen nicht zu spät“, sondern „Meetings starten pünktlich, auch wenn nicht alle da sind.“ Typische Kategorien sind Meetings, Kommunikation, Code/Arbeit und Zusammenarbeit. Meetings: Pünktlichkeit, Handyregeln, Kamera an/aus bei Remote-Calls. Kommunikation: Antwortzeiten, Kanäle (wann Slack, wann E-Mail, wann persönlich), Erreichbarkeit. Code/Arbeit: Review-Zeiten, Definition of Done, Branch-Strategie. Zusammenarbeit: Entscheidungsmethoden, Feedback-Rhythmus, Umgang mit Konflikten. Weniger ist mehr: Nur Agreements aufnehmen, zu denen es tatsächlich unterschiedliche Erwartungen gibt. „Wir halten Deadlines ein“ ist trivial. „Wer eine Deadline nicht einhalten kann, informiert das Team 48 Stunden vorher“ ist ein echtes Agreement. Lebendes Dokument: Working Agreements sind nicht in Stein gemeißelt. Sie werden regelmäßig überprüft: Halten wir uns dran? Fehlt etwas? Ist etwas überflüssig? Ein nicht eingehaltenes Agreement ist entweder das falsche Agreement oder zeigt ein tieferes Problem.
Zuletzt hinzugekommen am 16. September: Exit-Ticket
Eintrag lesenIhr könnt auch eigene Einträge erstellen, zum Beispiel Methoden, die sich in eurer Arbeit bewährt haben. Die KI-Assistenz bezieht sie bei der Workshop-Planung mit ein.
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