Working Agreements Workshop
Workshop zur gemeinsamen Erarbeitung verbindlicher Spielregeln für die Zusammenarbeit im Team. Working Agreements sind explizite Vereinbarungen darüber, wie das Team miteinander arbeiten will, von Kommunikationsregeln über Meeting-Etikette bis zu Code-Standards. Sie verhindern damit die häufigste Quelle von Teamkonflikten: unterschiedliche, nie ausgesprochene Annahmen darüber, wie Dinge laufen sollten.
Der entscheidende Unterschied zu „aufgeschriebenen Regeln“: Working Agreements werden vom Team selbst erarbeitet und regelmäßig überprüft. Das erzeugt Ownership, denn wer die Regel mitgestaltet hat, hält sie eher ein.
Gute Working Agreements sind konkret und beobachtbar: Nicht „Wir kommunizieren besser“, sondern „Blocker werden innerhalb von 2 Stunden im Team-Channel gepostet.“ Sie sind positiv formuliert: Nicht „Wir kommen nicht zu spät“, sondern „Meetings starten pünktlich, auch wenn nicht alle da sind.“
Typische Kategorien sind Meetings, Kommunikation, Code/Arbeit und Zusammenarbeit. Meetings: Pünktlichkeit, Handyregeln, Kamera an/aus bei Remote-Calls. Kommunikation: Antwortzeiten, Kanäle (wann Slack, wann E-Mail, wann persönlich), Erreichbarkeit. Code/Arbeit: Review-Zeiten, Definition of Done, Branch-Strategie. Zusammenarbeit: Entscheidungsmethoden, Feedback-Rhythmus, Umgang mit Konflikten.
Weniger ist mehr: Nur Agreements aufnehmen, zu denen es tatsächlich unterschiedliche Erwartungen gibt. „Wir halten Deadlines ein“ ist trivial. „Wer eine Deadline nicht einhalten kann, informiert das Team 48 Stunden vorher“ ist ein echtes Agreement.
Lebendes Dokument: Working Agreements sind nicht in Stein gemeißelt. Sie werden regelmäßig überprüft: Halten wir uns dran? Fehlt etwas? Ist etwas überflüssig? Ein nicht eingehaltenes Agreement ist entweder das falsche Agreement oder zeigt ein tieferes Problem.
Teamkultur & Zusammenarbeit Arbeitsweise & Prozesse Kommunikation & Feedback
60–90 Min