Wann einsetzen
Als leichtgewichtiges Format für regelmäßige Retros oder wenn der emotionale Aspekt im Vordergrund stehen soll. Gut geeignet als Einstieg, wenn das Team noch nicht an tiefgehende Reflexion gewöhnt ist.
Beschreibung
Leichtgewichtige, emotionsbasierte Retrospektive mit Wettermetaphern:
SonnenscheinWas lief hervorragend? Was hat das Team zum Strahlen gebracht?
WolkenWas war okay, aber nicht perfekt? Wo gab es leichte Trübung?
RegenWas war unangenehm, hat aber nicht alles blockiert? Welche Probleme sind aufgetaucht?
GewitterWas war ein echtes Problem? Was hat zu Frustration, Konflikten oder Stillstand geführt?
Die vier Abstufungen (statt nur gut/schlecht) ermöglichen differenziertere Aussagen. Die Wettermetapher ist intuitiv und senkt die Hemmschwelle, auch für introvertierte Teammitglieder.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Vier Wetterzonen einrichten:Sonne, Wolken, Regen, Gewitter. Am besten mit Icons oder Zeichnungen arbeiten, um die Metapher greifbar zu machen.
- 2Check-in (2 Min):Jede:r sagt in einem Wort, welches Wetter gerade die eigene Stimmung am besten beschreibt. Das schafft Offenheit.
- 3Stilles Brainstorming (5 Min):Jede:r schreibt Sprint-Erlebnisse auf Stickies und ordnet sie einer Wetterzone zu. Konkreter ist besser: Nicht „schlechte Kommunikation“, sondern „habe erst am Freitag erfahren, dass sich die API geändert hat“.
- 4Stickies platzieren und vorstellen (10 Min):Reihum vorstellen. Bei Regen und Gewitter besonders aufmerksam zuhören. Hier liegen die Verbesserungspotenziale.
- 5Muster erkennen (5 Min):Gibt es gehäufte Gewitter-Themen? Betreffen sie alle oder nur einzelne Personen? Clustern.
- 6Diskussion (10 Min):Gewitter-Themen zuerst: Was genau war das Problem und was können wir ändern? Regen-Themen: Wie verhindern wir, dass sie zu Gewittern werden?
- 7Sonne würdigen (3 Min):Bewusst die positiven Dinge anerkennen. Was können wir tun, um mehr Sonnenschein zu haben?
Materialliste
- Whiteboard
- Sticky Notes
- Stifte
- Wetter-Icons als Vorlage (gezeichnet oder gedruckt)