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Methode für strukturiertes, paralleles Denken von Edward de Bono. Statt chaotisch zu diskutieren, durchläuft die Gruppe nacheinander sechs Denkperspektiven, symbolisiert durch farbige Hüte: Weißer Hut, Fakten und Daten: Was wissen wir sicher? Was fehlt? Keine Interpretationen, nur belegbare Informationen. Roter Hut, Emotionen und Intuition: Was sagt unser Bauchgefühl? Was begeistert uns, was macht uns nervös? Hier braucht es keine Begründung. Schwarzer Hut, Risiken und Kritik: Was könnte schiefgehen? Welche Schwachstellen gibt es? Worst-Case-Szenarien. Gelber Hut, Chancen und Nutzen: Was sind die Vorteile? Im besten Fall: Was gewinnen wir? Grüner Hut, Kreativität und Alternativen: Welche anderen Möglichkeiten gibt es? Was wäre ein völlig anderer Ansatz? Blauer Hut, Prozess und Zusammenfassung: Was haben wir aus den anderen Hüten gelernt? Was ist die Entscheidung? Der Trick: Alle denken gleichzeitig in derselben Perspektive. Das verhindert, dass jemand „Pro“ argumentiert, während ein anderer „Contra“ kämpft. Stattdessen werden alle Perspektiven nacheinander vollständig durchleuchtet.
Selbstorganisiertes Konferenzformat, bei dem die Teilnehmenden die Agenda vollständig selbst bestimmen. Es gibt kein vorgegebenes Programm. Stattdessen bieten Teilnehmende Sessions zu Themen an, die ihnen wichtig sind, und alle anderen wählen frei, wo sie teilnehmen. Das Herzstück ist das „Gesetz der zwei Füße“: Wenn du in einer Session weder lernst noch beiträgst, geh weiter. Das ist kein Affront, sondern erwünscht. Open Space funktioniert erstaunlich gut für 15 bis 500+ Personen und wird oft für komplexe Themen eingesetzt, bei denen niemand allein die Antworten hat.
Großgruppenformat, das die Energie von Café-Gesprächen nutzt: An kleinen Tischen (je 4–5 Personen) wird eine Leitfrage diskutiert. Nach einer festen Zeit rotieren die Teilnehmenden an andere Tische. Nur der „Tischhost“ bleibt und fasst für die neue Gruppe zusammen, was bisher besprochen wurde. So baut jede Runde auf den Erkenntnissen der vorherigen auf. Durch die Rotation entstehen Querverbindungen zwischen Themen und Personen, die sich sonst nie begegnet wären. Nach 3 Runden hat die kollektive Intelligenz der gesamten Gruppe zu jedem Thema beigetragen, obwohl niemand in einer riesigen Plenumsrunde sprechen musste.