Wann einsetzen
Bei neu zusammengesetzten Teams, zum Auftakt längerer Zusammenarbeit, bei Workshops mit Teilnehmenden aus verschiedenen Bereichen. Nicht in angespannten oder konfliktbeladenen Situationen.
Beschreibung
Jede Person nennt 3 Aussagen über sich: 2 stimmen, eine ist erfunden. Die Gruppe rät, welche die Lüge ist.
Anders als die meisten Ankommens-Formate zielt dieses nicht auf die aktuelle Stimmung, sondern auf die Personen dahinter. Es produziert das, was Teams über Jahre zusammenhält: gemeinsames Wissen übereinander, das nichts mit der Arbeit zu tun hat. Wer weiß, dass die Kollegin Wettkampf-Bogenschützin ist, arbeitet anders mit ihr zusammen.
Es braucht dafür allerdings die passende Situation. In einer Gruppe, die sich seit Jahren kennt, läuft es ins Leere; in einer angespannten Lage wirkt der Spielcharakter deplatziert. Sein Ort ist der Beginn einer neuen Zusammenarbeit.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Regel erklären (2 Min):3 Aussagen über sich, 2 wahr, eine erfunden. Die Lüge sollte plausibel sein, die Wahrheiten dürfen ruhig unglaublich klingen. Daraus entsteht der Reiz.
- 2Vorbereitungszeit (3 Min):Alle überlegen still ihre 3 Aussagen. Diese Zeit nicht streichen, sonst kommen nur belanglose Aussagen.
- 3Reihum raten (8–12 Min):Eine Person trägt vor, die Gruppe stimmt kurz ab, dann wird aufgelöst. Etwa eine Minute pro Person einplanen und das Tempo halten.
- 4Nachfragen zulassen (im Ablauf enthalten):Wenn eine Wahrheit Interesse weckt, kurz nachfragen lassen, denn genau darin liegt der Wert. Aber die Moderation begrenzt, sonst dauert der Einstieg eine Stunde.
- 5Abbruchkriterium:Bei mehr als 15 Personen in Kleingruppen aufteilen; im Plenum wird es sonst zäh und die Aufmerksamkeit kippt.
Materialliste
- Nichts
- Optional Zettel für die Notizen
- Remote: funktioniert unverändert per Video