Wann einsetzen
Ideal als Einstieg für Teams ohne Retro-Erfahrung oder als schnelles Format, wenn die Zeit knapp ist. Auch gut, wenn das Team unter „Retro-Müdigkeit“ leidet. Die Einfachheit senkt die Hemmschwelle.
Beschreibung
Eines der einfachsten und zugänglichsten Retrospektive-Formate. 3 Spalten strukturieren die Reflexion:
StartWas sollten wir neu beginnen? Welche Praktiken, Tools oder Verhaltensweisen fehlen uns?
StopWas sollten wir aufhören zu tun? Welche Meetings, Prozesse oder Gewohnheiten kosten mehr als sie bringen?
ContinueWas läuft gut und sollte beibehalten werden?
Die Stärke liegt in der EinfachheitJede:r versteht das Format sofort, auch ohne Retro-Erfahrung. Die 3 Kategorien erzwingen eine ausgewogene Betrachtung: nicht nur Probleme, sondern auch Positives und Neues.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Vorbereitung:3 Spalten auf dem Board erstellen und klar beschriften: Start, Stop, Continue. Optional: Kurzes Check-in (1 Satz pro Person: Wie geht es mir gerade?).
- 2Stilles Brainstorming (5 Min):Jede:r schreibt Stickies für jede Spalte. Eine Idee pro Sticky, möglichst konkret formulieren (nicht „bessere Kommunikation“, sondern „Daily Standup auf 10 Min begrenzen“).
- 3Vorstellen und Gruppieren (10 Min):Reihum Stickies vorstellen und ans Board heften. Ähnliche Stickies sofort nebeneinander platzieren.
- 4Priorisieren (3 Min):Dot-Voting: Jede:r hat 3 Punkte und verteilt sie auf die Themen, die am wichtigsten erscheinen (egal in welcher Spalte).
- 5Diskussion (10–15 Min):Die Top-3-Themen besprechen. Für „Start“-Items: Wer übernimmt die Einführung? Für „Stop“-Items: Was genau hören wir auf und ab wann?
- 6Action Items (5 Min):Maximal 3 konkrete nächste Schritte festhalten, mit Name und Datum. Diese Items werden im nächsten Sprint sichtbar gemacht (z. B. im Sprint Board).
Materialliste
- Whiteboard oder digitales Board
- Sticky Notes
- Stifte
- Timer
- Dot-Sticker (3 pro Person)