Workshop-Ablauf
Pluribus-Katalog

Mad-Sad-Glad

Dauer
30–45 Min
Für
Team
Geeignet für
Vor Ort, Remote, Hybrid

Wann einsetzen

Nach einer emotional aufgeladenen Phase, etwa nach einer stressigen Deadline, einem Teamkonflikt oder einer großen Veränderung. Auch hilfreich, wenn Retros zu oberflächlich werden und die Gruppe nur über Prozesse spricht, aber nicht über das, was sie wirklich beschäftigt.

Beschreibung

Emotionsbasierte Retrospektive, die den Fokus bewusst auf Gefühle statt auf Prozesse legt. 3 Emotionen strukturieren die Reflexion:

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. 1
    Rahmen setzen (3 Min):3 Spalten erstellen: Mad, Sad, Glad. Ausdrücklich betonen: Es gibt keine falschen Gefühle. Alles darf gesagt werden, solange es respektvoll formuliert ist. Vereinbare eine Vertraulichkeitsregel: Was hier gesagt wird, bleibt hier.
  2. 2
    Stilles Brainstorming (5 Min):Jede:r schreibt Stickies pro Emotion. Ermutigung: Sei ehrlich. Wenn du wütend bist, schreib es auf. Wenn nichts Positives einfällt, ist das auch okay.
  3. 3
    Vorstellen (10 Min):Reihum vorstellen. Beginne mit „Glad“, um einen positiven Einstieg zu schaffen. Jede:r erklärt kurz den Kontext hinter dem Gefühl. Andere hören zu, ohne zu kommentieren oder zu verteidigen.
  4. 4
    Muster erkennen (5 Min):Gemeinsam clustern. Gibt es Themen, die bei mehreren Personen starke Emotionen auslösen? Das sind die wirklich wichtigen Punkte.
  5. 5
    Vertiefung (10 Min):Die 2–3 emotionalsten Cluster besprechen. Frage: Was müsste passieren, damit aus „Mad“ ein „Glad“ wird?
  6. 6
    Vereinbarungen (5 Min):Konkrete Schritte ableiten. Besonders bei „Mad“-Themen: Was kann das Team selbst ändern? Was braucht Unterstützung von außen?

Materialliste

  • Sticky Notes in 3 Farben (rot=Mad
  • blau=Sad
  • grün=Glad)
  • Whiteboard
  • Stifte
  • Timer