Workshop-Ablauf
Pluribus-Katalog

Impact Mapping Workshop

Quelle: Gojko Adzic (Impact Mapping, 2012) ↗ nachlesen

Dauer
2–3 Std
Für
Team, Zwischen Teams
Geeignet für
Vor Ort, Remote, Hybrid

Wann einsetzen

Bei der Quartalsplanung, wenn die Roadmap überladen ist und priorisiert werden muss, wenn Features geliefert werden, die keinen messbaren Impact haben, oder wenn Product und Engineering sich nicht einig sind, was gebaut werden soll.

Beschreibung

Strategische Planungsmethode, die sicherstellt, dass alle Deliverables einen klaren Bezug zu Geschäftszielen haben. Impact Mapping verbindet 4 Ebenen in einer Baumstruktur:

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. 1
    Goal definieren (10 Min):Ein messbares Geschäftsziel formulieren. SMART-Kriterien: Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Relevant, Terminiert. Das Goal wird die Wurzel des Impact Maps. Wenn das Team sich nicht auf ein Goal einigen kann, ist das bereits ein wertvolles Ergebnis.
  2. 2
    Actors brainstormen (15 Min):Wer beeinflusst, ob wir dieses Ziel erreichen? Stilles Brainstorming, dann clustern. Primäre Actors (z. B. Endnutzer:innen) und sekundäre Actors (z. B. Support-Team, Partner) unterscheiden. Auch „negative“ Actors einbeziehen: Wer könnte uns hindern?
  3. 3
    Impacts erarbeiten (25 Min):Für jeden Actor: Welche Verhaltensänderung wollen wir bewirken? Was sollen sie mehr/weniger/anders tun? Positiv formulieren: Nicht „Nutzer brechen weniger ab“, sondern „Nutzer schließen den Onboarding-Prozess ab“. Hier liegt der kreative Kern: Es geht um gewünschte Verhaltensänderungen, nicht um Features.
  4. 4
    Deliverables zuordnen (25 Min):Für jeden Impact: Was könnten wir liefern, um diese Verhaltensänderung zu bewirken? Mehrere Optionen pro Impact sammeln. Hier darf kreativ gedacht werden: Es müssen nicht nur Software-Features sein.
  5. 5
    Konsistenz-Check (10 Min):Die Map von rechts nach links lesen: Liefert dieses Deliverable wirklich den gewünschten Impact? Ist es der effizienteste Weg? Gibt es einfachere Alternativen?
  6. 6
    Priorisierung (15 Min):Welche Impacts sind am wichtigsten? Welche Deliverables haben den besten Aufwand/Impact-Ratio? Die Top-Deliverables in die Roadmap übernehmen.
  7. 7
    Hypothesen formulieren (10 Min):Für jedes priorisierte Deliverable: „Wir glauben, dass [Deliverable] dazu führt, dass [Actor] [Impact], was [Goal] voranbringt.“ Diese Hypothesen nach der Umsetzung validieren.

Materialliste

  • Großes Whiteboard oder Miro-Board
  • Sticky Notes in 4 Farben (je eine pro Ebene)
  • Stifte
  • Timer