Facilitation
Pluribus-Katalog

Hopes & Fears

Quelle: Verbreitete Facilitation-Praxis, u. a. in der Organisationsentwicklung

Dauer
15–20 Min
Für
Team, Zwischen Teams
Geeignet für
Vor Ort, Remote, Hybrid
Phase im Workshop
Ankommen

Wann einsetzen

Bei Workshops zu heiklen Themen, bei Veränderungsvorhaben, bei neu zusammengesetzten Gruppen und immer, wenn die Beteiligten unterschiedlich viel Macht im Raum haben.

Beschreibung

Zu Beginn benennen alle, was sie sich von diesem Termin erhoffen und was sie befürchten. Beides wird sichtbar aufgeschrieben und bleibt während des Workshops hängen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. 1
    Flipchart teilen (1 Min):2 Spalten, „Was ich mir erhoffe“ und „Was ich befürchte“. Beide gleich groß, damit klar ist, dass beides erwünscht ist.
  2. 2
    Still schreiben (5 Min):Jede Person schreibt auf Stickies, je ein Gedanke pro Zettel. Still, damit sich niemand an anderen orientiert. Ausdrücklich einladen: „Befürchtungen sind hier keine Nörgelei, sondern Information.“
  3. 3
    Aufkleben und vorlesen (6–8 Min):Reihum ankleben und kurz vorlesen. Ähnliches gruppieren. Keine Diskussion, keine Rechtfertigung, auch nicht durch die Moderation.
  4. 4
    Reagieren (3–5 Min):Die Moderation geht die Befürchtungen durch und sagt ehrlich, was sie beeinflussen kann und was nicht. „Dass heute keine Entscheidung fällt, stimmt. Wir bereiten sie nur vor.“ Diese Ehrlichkeit ist wirksamer als jede Beschwichtigung.
  5. 5
    Hängen lassen:Das Chart bleibt sichtbar. Am Ende darauf zurückkommen (siehe Check-out).

Materialliste

  • Flipchart oder Whiteboard
  • Sticky Notes in 2 Farben
  • Stifte.