Facilitation
Pluribus-Katalog

Fünf-Finger-Feedback

Quelle: Verbreitete Praxis in Moderation und Pädagogik

Dauer
10–15 Min
Für
Team
Geeignet für
Vor Ort, Remote, Hybrid
Phase im Workshop
Verankern

Wann einsetzen

Nach Workshops und Trainings, in Teams, die Feedback erst einüben, und wenn differenziertes Feedback gebraucht wird, aber keine Zeit für ein großes Format bleibt.

Beschreibung

Die Hand als Feedbackstruktur. Daumen: das war gut. Zeigefinger: darauf will ich hinweisen. Mittelfinger: das hat mir nicht gefallen. Ringfinger: das nehme ich mit. Kleiner Finger: das kam mir zu kurz.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. 1
    Hand erklären (2 Min):Die 5 Finger durchgehen und die Bedeutungen sichtbar aufschreiben. Ausdrücklich einladen, den Mittelfinger zu nutzen, sonst bleibt er leer und das Feedback unbrauchbar.
  2. 2
    Still notieren (3 Min):Jede Person notiert zu mindestens 3 Fingern etwas. Nicht alle 5 verlangen, sonst wird gefüllt statt gedacht.
  3. 3
    Reihum vortragen (5–8 Min):Jede Person nennt ihre Punkte, benennt dabei den Finger. Keine Diskussion, kein Verteidigen durch die Moderation.
  4. 4
    Mitschreiben (parallel):Die Moderation notiert besonders Mittelfinger und kleinen Finger, denn das sind die Punkte mit Handlungsbedarf.
  5. 5
    Eine Konsequenz benennen (2 Min):Zum Abschluss laut sagen, was aufgrund des Feedbacks konkret anders wird. Ohne diesen Satz war es Sammeln ohne Wirkung.

Materialliste

  • Zettel und Stifte
  • die 5 Bedeutungen sichtbar aufgeschrieben.