Wann einsetzen
Nach längeren Workshops, wenn mehrere Aspekte getrennt bewertet werden sollen; bei großen Gruppen; und wenn ein sichtbares Gesamtbild wichtiger ist als einzelne Kommentare.
Beschreibung
Eine Zielscheibe, in Segmente geteilt, je eines pro Aspekt, den man wissen will: Inhalt, Moderation, Beteiligung, Ergebnis, Zeitrahmen. Alle setzen pro Segment einen Punkt: nahe am Zentrum heißt gut, am Rand heißt schlecht.
Der Vorteil gegenüber einem Feedbackbogen ist die Gleichzeitigkeit und die Sichtbarkeit. Innerhalb von 2 Minuten ist die Bewertung aller Personen zu allen Aspekten erhoben, und das Ergebnis liegt als Bild vor: Wo sich Punkte am Rand häufen, wissen alle sofort, was gemeint ist.
Besonders nützlich ist die Streuung. Ein Segment, in dem die Punkte gleichmäßig von innen nach außen verteilt sind, bedeutet nicht „mittelmäßig“. Es bedeutet, dass die Gruppe den Workshop völlig unterschiedlich erlebt hat. Das ist ein anderer Befund und braucht eine andere Reaktion.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Zielscheibe vorbereiten (vor dem Termin):Kreis mit 4–6 Segmenten und 3–4 Ringen. Jedes Segment beschriften. Nicht mehr als 6 Aspekte, sonst wird das Bild unlesbar.
- 2Erklären (2 Min):„Ein Punkt pro Segment. Innen heißt: hat gut funktioniert. Außen heißt: hat nicht funktioniert.“ Auch hier klarstellen, dass Punkte am Rand erwünscht sind.
- 3Gleichzeitig punkten (3 Min):Alle gehen gleichzeitig hin und setzen ihre Punkte. Gleichzeitig ist wesentlich, denn wer zuletzt kommt, orientiert sich sonst am Bild.
- 4Bild lesen (3–5 Min):Gemeinsam betrachten. 2 Fragen stellen: Wo liegen die Punkte weit außen? Und wo streuen sie stark? Beides ist ein Befund.
- 5Nachfragen (2–4 Min):Zu 1 oder 2 auffälligen Segmenten um Erläuterung bitten. Freiwillig, ohne Zuordnung zu Personen.
- 6Fotografieren:Das Bild dokumentieren und beim nächsten Termin daneben hängen.
Materialliste
- Vorbereitete Zielscheibe auf Flipchart oder Plakat, Klebepunkte oder Stifte
- Remote: dieselbe Grafik auf einem Board, alle setzen gleichzeitig ihre Marker