Wann einsetzen
Wenn die Zeit knapp ist, bei wiederkehrenden Meetings als festes Ritual, oder bei großen Gruppen, in denen eine ausführliche Runde zu lange dauern würde.
Beschreibung
Jede Person sagt ein einziges Wort zu ihrer aktuellen Verfassung. Kein Satz, keine Erklärung, keine Rückfrage. Das kürzeste ernstzunehmende Ankommens-Format.
Die Beschränkung auf ein Wort ist der Punkt, nicht eine Sparmaßnahme. Wer nur ein Wort hat, wählt es sorgfältig: „müde“, „gespannt“, „überfordert“, „neugierig“. Diese Wörter sind oft ehrlicher als der ausformulierte Satz, in dem sich jeder Zustand relativieren lässt.
Außerdem skaliert das Format20 Personen sind in 3 Minuten durch. Damit ist es die einzige Runde, die auch in einem kurzen Meeting Platz hat. Und ein Check-in, den man aus Zeitgründen streicht, ist einer, den es nicht gibt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Regel ansagen (1 Min):„Ein Wort, das beschreibt, wie du gerade hier bist. Nur ein Wort, wir kommentieren nicht.“ Selbst beginnen und die Regel vorleben, indem man wirklich nur ein Wort sagt.
- 2Reihum (2–3 Min):Feste Reihenfolge. Bei Remote hilft es, die nächste Person namentlich aufzurufen.
- 3Nichts weiter (0 Min):Direkt in die Agenda. Der Verzicht auf jede Reaktion ist Teil des Formats. Er macht es kurz genug, um es jedes Mal zu machen.
- 4Ausnahme benennen:Wenn ein Wort deutlich Alarm schlägt („ausgelaugt“, „wütend“), nach dem Meeting das Gespräch suchen, nicht in der Runde.
Materialliste
- Nichts
- Remote: Chat funktioniert genauso gut wie das gesprochene Wort