Wann einsetzen
Am Ende jedes Workshops, aus dem Handlungen folgen sollen; besonders in Teams, in denen Beschlüsse regelmäßig im Sand verlaufen.
Beschreibung
Am Ende nennt jede Person laut, was sie konkret tun wird: was, bis wann. Nicht das Team, nicht „man“, sondern diese Person. Alles wird sichtbar mitgeschrieben.
Das Format schließt die Lücke, in der die meisten Workshops verschwinden. Es wird viel erarbeitet, alle sind einverstanden, und 3 Wochen später ist nichts passiert, weil niemand etwas versprochen hat. Eine gemeinsame Absicht verpflichtet niemanden; ein Satz, den ich vor 7 Kolleg:innen gesagt habe, schon.
Deshalb sind die Anforderungen strengeine Person, eine Handlung, ein Datum. „Wir sollten die Doku verbessern“ zählt nicht. „Ich schreibe bis Freitag die Onboarding-Seite neu“ zählt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Anforderung ansagen (2 Min):„Ein Satz: Ich mache was bis wann. Nicht wir, nicht man, sondern ich.“ Ein gutes und ein schlechtes Beispiel nennen, damit die Latte sichtbar ist.
- 2Kurz überlegen lassen (2 Min):Stille Bedenkzeit. Ohne sie kommen Absichtserklärungen statt Zusagen.
- 3Reihum ansagen (5–8 Min):Jede Person nennt ihre Zusage. Die Moderation schreibt sichtbar mit: Name, Handlung, Datum.
- 4Nachschärfen (im Ablauf enthalten):Bei vagen Zusagen einmal nachfragen: „Bis wann genau?“ oder „Was ist der erste Schritt?“ Das ist unangenehm und der Kern des Formats.
- 5Passen erlauben:Wer heute nichts zusagen kann, sagt das. Eine ehrliche Fehlanzeige ist besser als eine Zusage, die niemand einhält.
- 6Verteilen (1 Min):Die Liste noch am selben Tag an alle schicken und einen Termin nennen, an dem darauf zurückgeschaut wird.
Materialliste
- Flipchart oder ein geteiltes Dokument, sichtbar für alle
- Stifte