Facilitation
Pluribus-Katalog

Brief an mich selbst

Quelle: Verbreitete Praxis in Training und Coaching (Transfersicherung)

Dauer
15–20 Min
Für
Einzelperson (Fachkraft), Team
Geeignet für
Vor Ort, Remote, Hybrid
Phase im Workshop
Verankern

Wann einsetzen

Nach Workshops zur persönlichen Entwicklung, nach Trainings, nach Offsites und immer dann, wenn die Umsetzung nicht am Wissen scheitert, sondern am Vergessen.

Beschreibung

Jede Person schreibt sich selbst einen Brief: Was nehme ich mir vor, was will ich anders machen, woran soll ich mich erinnern. Der Brief wird eingesammelt und nach 4–6 Wochen zugestellt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. 1
    Rahmen erklären (2 Min):„Du schreibst dir selbst. Niemand außer dir liest den Brief. Er kommt in 6 Wochen bei dir an.“ Den Zustellweg konkret nennen, sonst glaubt es niemand.
  2. 2
    Leitfragen anbieten (1 Min):3 Fragen sichtbar aufschreiben: Was nehme ich mir vor? Was wird mich davon abhalten? Woran will ich mich erinnern, wenn es schwierig wird? Die Fragen sind ein Angebot, keine Pflicht.
  3. 3
    Still schreiben (8–12 Min):Wirklich Zeit geben. Unter 8 Minuten entstehen Stichworte statt Briefe, und Stichworte wirken nach 6 Wochen nicht.
  4. 4
    Kuvertieren (2 Min):Jede Person steckt den Brief in einen Umschlag und schreibt ihre Adresse darauf. Zukleben. Der Umschlag ist kein Detail. Er macht die Vertraulichkeit sichtbar.
  5. 5
    Einsammeln und Termin nennen (1 Min):Das Datum laut sagen, an dem die Briefe rausgehen, und es sich selbst in den Kalender schreiben. Ein nicht zugestellter Brief beschädigt das Vertrauen dauerhaft.
  6. 6
    Remote-Variante:Ein Tool zur zeitversetzten Selbstzustellung nutzen oder die Teilnehmenden eine Mail an sich selbst mit Erinnerung terminieren lassen.

Materialliste

  • Briefpapier, Umschläge, Stifte
  • Remote: ein Dienst für zeitversetzte E-Mails oder ein Kalendereintrag mit angehängtem Text