Facilitation
Pluribus-Katalog

Aufstellung im Raum

Quelle: Systemische Aufstellungsarbeit, verbreitet in der Facilitation-Praxis

Dauer
10–15 Min
Für
Team, Zwischen Teams
Geeignet für
Vor Ort
Phase im Workshop
Ankommen

Wann einsetzen

In Präsenzworkshops nach einer langen Anreise oder Sitzphase, zum Sichtbarmachen von Zusammensetzung und Meinungsverteilung, und vor Themen, bei denen unterschiedliche Ausgangslagen im Raum wichtig sind.

Beschreibung

Die Gruppe verortet sich körperlich: eine gedachte Linie oder Fläche im Raum, auf der sich alle zu einer Frage positionieren. „Wie lange bist du schon im Team?“ (von links nach rechts). „Wie zuversichtlich bist du für dieses Projekt?“ (von einer Ecke zur anderen).

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. 1
    Achse festlegen (1 Min):Eine Linie im Raum markieren, mit Klebeband oder einfach durch 2 benannte Punkte. Beide Pole klar beschreiben: „Hier ist ganz neu, dort sind über 10 Jahre.“
  2. 2
    Erste, leichte Frage (3 Min):Mit etwas Unverfänglichem beginnen, zum Beispiel der Zugehörigkeitsdauer. Die Gruppe lernt die Mechanik, ohne dass etwas auf dem Spiel steht.
  3. 3
    Beobachten lassen (2 Min):„Schaut euch um. Was fällt euch auf?“ Die Gruppe formuliert selbst, was das Bild zeigt.
  4. 4
    Zweite, inhaltliche Frage (4 Min):Jetzt etwas zum Thema des Workshops. „Wie zuversichtlich bist du, dass wir das schaffen?“ Wieder aufstellen, wieder umschauen.
  5. 5
    Einzelne befragen (3–5 Min):2 oder 3 Personen an verschiedenen Positionen fragen, was sie an ihren Platz gebracht hat. Nicht bewerten, nur hören.
  6. 6
    Übergang:Das Bild kurz zusammenfassen und in die Agenda überleiten.

Materialliste

  • Ausreichend freie Fläche, optional Klebeband für die Achse
  • Remote nur eingeschränkt möglich
  • Dort ein Board mit einer Achse nutzen, die Körpererfahrung entfällt