Wann einsetzen
In Präsenzworkshops nach einer langen Anreise oder Sitzphase, zum Sichtbarmachen von Zusammensetzung und Meinungsverteilung, und vor Themen, bei denen unterschiedliche Ausgangslagen im Raum wichtig sind.
Beschreibung
Die Gruppe verortet sich körperlich: eine gedachte Linie oder Fläche im Raum, auf der sich alle zu einer Frage positionieren. „Wie lange bist du schon im Team?“ (von links nach rechts). „Wie zuversichtlich bist du für dieses Projekt?“ (von einer Ecke zur anderen).
Die Bewegung leistet 2 Dinge auf einmal. Sie holt Menschen aus dem Sitzen, was nach einer Videokonferenz oder einer Anreise mehr wert ist, als es klingt. Und sie macht Verteilungen auf einen Blick sichtbar, für die eine Umfrage eine Auswertung bräuchte.
Der Nebeneffekt ist der eigentliche GewinnMenschen stehen neben Leuten, die genauso denken wie sie, und sehen gleichzeitig, wer ganz woanders steht. Das ist eine andere Erfahrung als eine Zahl auf einer Folie.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- 1Achse festlegen (1 Min):Eine Linie im Raum markieren, mit Klebeband oder einfach durch 2 benannte Punkte. Beide Pole klar beschreiben: „Hier ist ganz neu, dort sind über 10 Jahre.“
- 2Erste, leichte Frage (3 Min):Mit etwas Unverfänglichem beginnen, zum Beispiel der Zugehörigkeitsdauer. Die Gruppe lernt die Mechanik, ohne dass etwas auf dem Spiel steht.
- 3Beobachten lassen (2 Min):„Schaut euch um. Was fällt euch auf?“ Die Gruppe formuliert selbst, was das Bild zeigt.
- 4Zweite, inhaltliche Frage (4 Min):Jetzt etwas zum Thema des Workshops. „Wie zuversichtlich bist du, dass wir das schaffen?“ Wieder aufstellen, wieder umschauen.
- 5Einzelne befragen (3–5 Min):2 oder 3 Personen an verschiedenen Positionen fragen, was sie an ihren Platz gebracht hat. Nicht bewerten, nur hören.
- 6Übergang:Das Bild kurz zusammenfassen und in die Agenda überleiten.
Materialliste
- Ausreichend freie Fläche, optional Klebeband für die Achse
- Remote nur eingeschränkt möglich
- Dort ein Board mit einer Achse nutzen, die Körpererfahrung entfällt